Wurzeltuning Teil 1

Was zur Hölle… oder, wer macht denn sowas?!

Das höre ich des Öfteren, und ja, auch mir ist sowas schon mal durch den Kopf gegangen.

Vor meinem geistigen Auge sehe ich euch voller Tatendrang und Optimismus loslaufen, so wie ich einst. Man nähert sich dem Ziel, kommt zur Eingangstür die sich wie immer nur durch Annäherung öffnet, Zauberei muss das sein! Ihr nehmt ihn wahr, den typischen Geruch eines Aquaristik lastigen Zoofachgeschäftes, ihr atmet tief durch die Nase ein und ihr seid angekommen. Ihr lauft zum Hardscape, gerade aus zu den Wurzeln und sucht in dem Haufen die, ja die eine Wurzel die euer Layout vollendet. Ihr findet sie und werdet Kalkbleich! Welcher Vollpfosten hat die denn da gerade abgesägt?

Wer macht denn sowas?

Was macht ihr jetzt? Weitersuchen?

Demotiviert lasst ihr die Wurzel zurückfallen und lustlos verlasst ihr den Laden.
Mit gesenktem Haupt lasst ihr den Geruch der Enttäuschung hinter euch.

Das kennen wir nur zu gut, allerdings finden wir uns mit so etwas nicht einfach ab!!!
Wir von weScape finden Mittel und Wege solche geraden, abgesägten Stümpfe wieder Leben einzuhauchen.

In Teil 1 unseres Wurzeltunings wollen wir euch zeigen wie man die feinen abgesägten Enden einer RMW (Rote Moorwurzel) wieder fit und einigermaßen natürlich bekommt.

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Hier sehen wir eine RMW die mehrere, gerade abgesägte Enden hat.

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Was wir zu Bearbeitung dieser Wurzel brauchen ist lediglich ein Hammer und ein Schraubendreher.

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Wir setzen den Schraubendreher an einer der Stümpfe außen an damit wir uns langsam zur Mitte arbeiten können. Mit ein paar Schlägen treiben wir den Schraubendreher in die Wurzel, bei dickeren Stücken ruhig etwas tiefer.

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Danach Hebeln wir das Stück raus und schälen den Rest ab. Wie wir hier auf dem Bild sehen können.

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Wichtig!!! schaut vorher wie die Wurzel liegen soll. wenn ein Ast in der Natur abbricht, geschieht dies selten nach oben! achtet auch darauf das alle Stellen nach der Bearbeitung die gleiche Bruchrichtung aufweisen. Bei dünneren Astenden kann man natürlich versuchen diese abzubrechen, allerdings brechen diese nie da wo man es gerade möchte. Ein anderes Problem ist das man meistens zu viel Material abnimmt und so die Optik der Wurzel zerstört.

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Wir empfehlen daher auch diese nach oben genannter Methode zu Bearbeiten. Bei dünnen Ästchen ist das natürlich etwas einfacher. Man treibt hier den Schraubendreher nicht zu tief in das Material und viertelt die dünnen Enden. Danach versucht man diese abzubrechen, ihr werdet sehen das es so möglich ist nur ein bis max. zwei Zentimeter abzunehmen.

 

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