weScape goes reefScape… „The kaleidoscope of life“ Teil 2

…dann mal an’s Werk!

Vorwort

IMG_3804Oberhausen, unendliche Möglichkeiten. Wir schreiben den 11.06.2016, der Tag an dem unser Manten-Man endlich offiziell den ersten Fuß in die Welt der Meerwasseraquaristik setzte. Aber wer uns kennt weiß: Alleine ist langweilig! Daher gab es auch bei mir ein Full House, denn zu Besuch kamen Aram Schneider, Ben Funk aka Dr. Color und natürlich Kim-David aka. Dr. Fisch vorbei. 10.30 Uhr ging es endlich los. Das Essen für den Besuch war auch vorbereitet… da konnte ja nichts mehr schiefgehen 🙂

Aber erst einmal war Wasser schleppen angesagt. Das machten die Jungs aber auch super! Die paar Kanister da in die erste Etage 🙂 

Das nenne ich Service!

Zuvor, die Vorbereitungen – Das Riff-Gestein

Bevor die Jungs eingetrudelt sind, wurde natürlich der Steinaufbau fertig gestellt. Die Manten Stones waren schon gespült und einsatzbereit! Konnte ich allerdings nicht für das Salzwasser benutzen. So musste ich mir hier totes Riffgestein besorgen.

Es wurde also gestellt, verschoben, mit ’nem Hammer bearbeitet usw…
Ihr kennt das Spielchen. So lange bis „Mann“ zufrieden war.

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Zur Fixierung der Steine entschied ich mich für Riff-Mörtel, den AMA Reefbond. Bohren und Zwischenstücke mit Plexi einfügen, das ging bei mir einfach nicht und war mir etwas zu unsicher. 

Der Stein- und Substrataufbau!

Im Vergleich zum regulären Pflanzenaquarium gibt es an dieser Stelle schon einen großen Unterschied:
Richtig! Der Stein- und Substrataufbau.

Natürlich kann man einen großen, atemberaubenden Steinaufbau zaubern, man sollte sich nur bewusst sein, dass Korallen diesen verdecken werden und diese einen enorm großen Teil des Aquariums einnehmen. Daher versuchte ich hier den Mittelweg zwischen schönem (für mein Verständnis) Steinaufbau und ausreichender Platzschaffung für Korallen zu finden.

Gleiches gilt für Sand-oder Korallenbruch. Substratanstieg nach hinten um mehr Tiefe zu bekommen? Ist schwierig bis nicht machbar! Die starke Strömung würde euch den Sand wieder glätten, wenn nicht andere Wege der Befestigung gefunden werden. Weniger ist mehr, sonst ärgert man sich später nur! 

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Abschließend habe auch ich dann nur eine leichte Schicht Sand eingebracht und die Steine platziert.

Tipp für den Sand: Bitte bitte bitte folgt der Anweisung den Sand vorher ordentlich auszuwaschen (sofern es kein lebender Sand ist)! Ich sage euch, solch eine milchige Brühe habe ich selten erlebt. Als Sand wurde im Übrigen der Bora Bora Sand genutzt.

usage_overflowDer Steinaufbau und die Sand-Schicht waren nun also vorbereitet. Auch wenn das Hardscape etwas massiver geworden ist. Es sollte letztendlich ansprechend aussehen und nicht in einem Korallen-Endlager enden.  Rechts noch ein Foto mit Reinstwasser gefüllt, zum letzten Spülen der Steine und des Sandes.

Was ich euch jetzt schon sagen kann: Größer wäre schon besser 😀
*hust* Ok weiter im Text…

Und endlich, ging es los!

Ben_Milk_web Die Jungs waren anwesend und nachdem man sich mit nem Kakao gestärkt hatte, hieß es  „Wasser marsch“! Das Aquarium konnte ENDLICH mit Salzwasser geflutet werden.

Da Ben in den höchsten Tönen vom natürlichen Meerwasser geschwärmt hat, wollte ich dieses hier direkt testen (die Eingangs erwähnten Kanister). Das kam mir auch gelegen, so spare ich mir zu Beginn das Wasser Ansetzen und Umfüllen.

Ob man es zwingend benötigt? Darüber lässt sich streiten. Ob natürliches Meerwasser oder nicht, ich wollte es direkt mal ausprobieren und mir meine eigene Meinung bilden. Genug Leben war in den Kanistern jedenfalls vorhanden! Überall wuselte es wenn man etwas genauer hingeschaut hat. Kim hat sogar einige kleine Krebse und Schnecken entdecken können.

Nun denn, dann mal Wasser marsch, „all Systems“ auf „go“ und Heizer auf 25°! Yeah! Schaut doch schon gar nicht mal so schlecht aus! Ein-zwei Korrekturen hier und da und den Nano-Abschäumer kurz justiert.

Genug Futter schien zumindest für den Abschäumer vorhanden gewesen zu sein.

image  Aram_Kim_web  SkimmerIII_web

Danach haben wir noch fix die LED Beleuchtung auf Anraten von Ben konfiguriert – und fertig war die Pfütze!

Wer mag: Die Konfigurationsdatei für die Sirius X1 mit unserer Lichteinstellung findet ihr hier zum Download.

Light_settings     Total_after_light

Und fast hätte ich es vergessen:

Damit ich nicht ganz ohne das Grün auskommen muss, hat mir Aram noch einige Makro-Algen mitgebracht. Mittlerweile haben davon auch einige ihren Weg in das Becken gefunden 🙂

Algen_web     makro_algae

So war der Tag aber noch lange nicht vorbei, denn…

…auch Männer gehen gerne Shoppen!

Da waren wir also. Das Aquarium von Manten-Man war geflutet, das Licht war eingestellt und die Technik funktionierte (noch ohne den Overflow). Immerhin schon mal ein kleiner Schritt in die richtige Richtung 🙂

Nach einem kurzen Schnack hier und da, entschieden wir uns für eine kleine Shopping-Tour. Denn wir wollten das Aquarium direkt mit robusten Korallen besetzen. 

Meerwasser Boettcher

So war das erste Ziel auf der Liste Meerwasser Boettcher in Bergheim. Der Händler hat in der Regel nur Samstags für Endkunden geöffnet und in diesem Fall erst kurz zuvor eine neue Lieferung Korallen bekommen. Da mussten wir natürlich hin 🙂

Und was soll ich euch da groß vom Einkaufen erzählen. 4 Jungs, Korallen, Wasser, gute Laune… Hier die Bilder! Unser Dr. Fisch musste beim Fotografieren etwas schmunzeln, da er uns nur noch in einer gebückten Haltung vor die Linse bekam.

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Die erste Ausbeute des Tages: Eine schöne orange-violette Zoanthus und eine sehr bunte Trachophyllia.

Da kann man mit arbeiten 🙂

Atoll Riff Deko

Danach ging es direkt weiter zu Norbert Dammers bzw. Atoll Riff Deko in Hilden.

Dort bekamen wir direkt einen leckeren Kaffee, was auch bitter nötig war. Denn so langsam wurden wir etwas hungrig und jede Form von Energie war willkommen. Ob man uns das angesehen hat? Spaß bei Seite! Der Laden war einfach klasse und mit Norbert konnte man ganz beherzt und unbefangen über dies und das quatschen. Leider war ich so geflashed an diesem Tag, das ich es versäumt habe Bilder für euch zu schießen. Der Laden war wirklich eine Wucht und da werde ich definitiv noch einmal hin. Ich will ja schließlich wissen was mit dem riesigen Becken im hinteren Bereich des Ladens passiert.

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Die 2. Ausbeute: Anton für Aram 😀 (Urocaridella antonbruunii) und für mich eine weitere orange leuchtende Zoanthus, eine Acanthastrea in Violett/Grün und Briareum hamrum, sowie einen zusätzlichen Wassertest.

Da Kim-David schon fast vor Hunger gestorben wäre (ich zitiere: „Gleich esse ich Bens Ohr“), ging es dann zurück zur Manten-Höhle.

Da lacht die Koralle

Während Kim-David Zähne knirschend auf das Essen wartete und ich dieses vorbereitete, kümmerte sich der Rest um die Vorbereitung der Korallen.

Dabei wurden diese auch auf etwaige Plagegeister (Glasrosen, Würmer, etc.) untersucht. Erfreulicherweise war auch ein kleiner Schlangenseestern mit dabei.

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Es dauerte nicht lange, dann waren alle Korallen platziert, die Bäuche gefüllt und ein toller, spaßiger Tag ging vorüber.

Und so startete endlich das neue Projekt: The kaleidoscope of life.

In Teil 3 erfahrt Ihr mehr über meine Einlaufphase, das Versorgungssystem für Korallen und die damit verbundenen Notwendigkeiten.

Stay tuned… euer Team weScape.

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