weScape goes reefScape… Teil 1

Reefscaping_web

… oder: Es muss nicht immer Süßwasser sein.

Vorwort

Part4_webKennt Ihr das Problem? Man sieht oder hört von etwas Neuem und ist irgendwie hin und weg, fängt an sich in die Thematik einzuarbeiten und ZACK! Schon ist man Feuer und Flamme?

Nicht? Seid froh! Ich sage nur:

„ALLES DEINE SCHULD, ARAM!“

Schon lange wollte ich mir auch einmal die „blaue Seite“ der Aquaristik anschauen. Diese leuchtenden Farben, salziges Wasser, halt mal etwas ganz anderes! Tja, wie das nun mal so ist, schwupps stand ein leerer ADA Cube Garden 60P zur Verfügung. Welch ein Zufall 😉

 

Nur wo fängt man an?

hmmVor diesem Problem stand ich nun also. So ist das „Salzige“ ja doch leicht anders als unsere üblichen Pflanzenaquarien. Mit Begriffen wie SPS, LPS, Technikbecken, Abschäumer, Alkalinität, Refraktomter, Aräometer und und und… kommt man ja schnell an seine persönlichen Grenzen. Aber lasst euch gesagt sein: Alles halb so wild!

Vielen Dank an dieser Stelle auch an Aram Schneider und Ben Funk, welche mich beide bei diesem, lasst es mich mal „Schnupperkurs“ nennen,  mehr als nur unterstützt haben. Ohne Aram wäre ich gar nicht erst auf die Idee gekommen und er hat mich bei der ersten Informationsbeschaffung tatkräftig beraten. Gleiches gilt für Ben, denn ohne ihn würde ich immer noch sabbernd und zuckend mit meinen Manten-Steinen in irgendeiner Ecke liegen. Zudem hat er mich sicherlich vor dem ein oder anderen Fehlkauf geschützt.

Und da ich eine alte Plaudertasche bin, dachte ich mir: Lass unsere Mitleser doch einfach mal an allem Teil haben. Fangen wir also an.

 

Am Anfang… war die Technik

Nach einem Schnack hier und etwas Lesen dort, habe ich mich letztendlich auf die Technik für das 60er NANO (mit mir selbst) einigen können. 60er NANO? Hehe… ja! Denn im Meerwasserbereich ist alles unter 200 Liter ein Nano-Aquarium, wenn man so will (bitte nicht schlagen!) 😉 Die größte Schwierigkeit bei der Sache war für mich, dass ich kaum Technik in meinem Aquarium haben wollte und ich aufgrund der tollen Glaswaren im Aquascaping-Bereich doch etwas verwöhnt bin. Eine Möglichkeit wäre sicherlich das für Meerwasser-Aquarien übliche Technikbecken im Unterschrank gewesen. Dieses hat den Vorteil, dass die komplette Technik versteckt werden kann und es zusätzliches Wasser in das System bringt, was der Stabilität des Ganzen wieder zu gute kommt. Zudem hat man deutlich mehr Platz für größere Abschäumer, zusätzliche Filtermedien usw., quasi ein externer Filter deluxe. ABER dann hätte ich aber entweder Löcher in das 60P bohren müssen, oder auf einen sog. Hang-on Overflow zurückgreifen müssen. Neeeeeee das wollte ich (NOCH) nicht… Da muss es doch eine andere Möglichkeit geben?!

Mame_Skimmer_weScape_webJupp die gibt es! Großer, starker Außenfilter + Glasware + eingebauter Heizer! Zack! Da wurde schon die ersten Hürden genommen. Zwar keine optimale Lösung in den Augen eines jeden Meerwasser-Aquarianers, aber durchaus machbar bei der Größe. LEIDER  jedoch war die Größte dieser Hürden der Abschäumer. Es lässt sich darüber streiten ob bei dieser „Nano“ Größe ein Abschäumer notwendig ist, ich wollte jedoch auf Nummer sicher gehen. Eins kann ich euch aber sagen: Die Teile sind entweder riesig, nehmen viel Platz innerhalb des Aquarium ein und sind einfach schlichtweg potthäßlich, wenn man nicht gerade eine schwarze Rückwand haben möchte. In vielen Foren wird oft ein Aquaclear 30 oder 50 (Hang-On Filter) mit einem Sander Piccolo (Abschäumer) versehen. Geht auch, wollte ich aber nicht. Denn ich persönlich mag es nicht wenn etwas an einem offenen Poolaquarium hängt. Wozu die Optik wieder zerstören? Aber egal… gesucht, gefunden! UND leider nicht in Deutschland zu bekommen: Die japanische Firma MAME DESIGN stellt für den Meerwasserbereich einige optisch sehr ansprechende Tools zu Verfügung.

Egal ob Overflow aus Glas oder Design-Abschäumer für Nanos, es schaut alles extrem gut aus! Das ADA für Meerwasser, wenn man so will. Wäre das auch geklärt 😀 Hier werde ich demnächst übrigens auch den Glas-Overflow der gleichen Firma bekommen und für euch testen! Also doch ein Technikbecken… dazu später mehr.

Letztendlich wurde hinter der Osmoseanlage noch ein Mischbettharz-Filter geschaltet, um in Sachen Wasserqualität komplett auf Nummer Sicher gehen zu können, da unser Oberhausener Leitungswasser doch etwas Ruhrpott-Charme versprüht und ich definitiv einen Leitwert von 0 für absolutes Reinstwasser angestrebt habe.

Kommen wir zur finalen Aufstellung:

Beleuchtung: ATI Sirius X1 + weißes Verlängerungskabel für das Netzteil
Aquarium: ADA Cube Garden 60P
Unterschrank: Greenaqua Cabinet + ADA Solar I Arm Stand rechts
Umwälzung: EDEN 522 300W inkl. Heizstab (komplett leer, da wir auf eine biologische Filterung im Filter verzichten) + ADA Lily Pipe Outflow + Aquasabi Skimmer -Inflow
Tools: Mischbettharzfilter nachgeschaltet zur Osmoseanlage
Abschäumer: Mame Design Skimmer III 
Strömungspumpe: Ecotech Marine VorTech MP10QD
Salz: natürliches Meerwasser 
Wassernachfüllanlage (ATO):  AquaLight
Filterung bei Bedarf: mit einerm Aqua Medic multi reactor s bestückt mit RowaPhos (Phosphatadsorber und Seachem Purigen oder Aktivkohle)

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So wie 5KG totes Riffgestein, welches vorbereitend in mehreren Bädern Wasserstoffperoxid und Osmosewasser im Wechsel (zur Reinigung) gebadet wurde.

H2O2_2    H2O2_2

Ich kann euch sagen… verlasst euch nicht auf das Aussehen der Steine! Das was dort noch alles ausgespült wurde, war nicht schön! Einen Tipp gibt es gratis dazu: Macht es auf dem Balkon oder deckt den Behälter gut ab, er verströmt einen „netten“ Geruch, je nach Qualität des toten Gesteins 😀 Abschließend solltet Ihr einen Phosphat-Test mit dem (Osmose-) Wechselwasser machen. Ist Phosphat nicht nachweisbar, seid Ihr startklar, andernfalls nochmal spülen oder einen Phosphat-Adsorber mitlaufen lassen.  Ich habe hier auch zur Sicherheit mal einen kleinen Mini Reaktor vorbereitet, den man bei Bedarf einfach mitlaufen lassen kann.

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Noch fix eine Silberfolie für den Hintergrund aufgezogen und den ADA Solar I Arm Stand montiert und zapp zapp zerapp da stand die Pfütze! Schaut doch schon ganz nett aus oder? Finde ich auch! Etwaige Kommentare von Ben wie: „Niedlich diese Filterkammern“ kommentiere ich jetzt einfach mal nicht. 😉 

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In Teil 2 geht es weiter mit „unserer“ Einrichtung, dem Fluten und jeeeeeder Menge Wasserparameter.

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Im Rahmen dieser Reihe, werden wir in Kürze auch Testberichte zu tollen Meerwasser-Nano-Glaswaren aus Japan veröffentlichen.

Bis dahin…  

Euer Christian
– Team weScape

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