Wabi-Kusa-Basis selbst gema(ts)cht!

Wie Du Dir eine robuste Wabi-Kusa-Basis herstellst!

Ein neuer Trend nimmt immer mehr Fahrt auf: Wabi-Kusa!
Als Einsteiger-Produkt von ADA Japan entwickelt, hat es in Europa eine regelrechte Eigendynamik entwickelt.
Wen wundert es? Ob kleine Pflanz-Schale als Dekoration, schnelle Einpflanzhilfe für das Aquarium, Zuchthilfe für seltene Pflanzen und und und…

…diese kleinen Soil-Knödel haben es in sich!

Nachfolgend möchten wir Dir zeigen, wie Du einfach und schnell Deine eigene Wabi-Kusa-Grundlage schaffen kannst.
Was Du benötigst?

Zutaten_WK

 

  • Soil (alt oder neu spielt keine Rolle)
  • Sphaghnum Moos (lebend, gute Qualität)
  • Bims- oder Lavastein
  • Etwas ADA Moss-Cotton oder Riccia Line (alternativ Baumwollfaden oder Angelschnur)
  • Ein verschließbarer Gefrierbeutel
  • Optional für altes Soil: Düngekugeln, oder ADA Iron/Multi Bottom

Mjam, das schaut ja lecker aus!

Sofern Du alles beisammen hast, können wir auch schon mit dem Spaß anfangen.

Soiltüte

Wie Du auf dem Bild oben erkennen kannst, füllen wir zuerst das Soil zusammen mit ein wenig Wasser (nicht zu viel nehmen!) in den Gefrierbeutel und verschließen diesen.

Dann fangen wir ganz vorsichtig das Kneten an.
Achte darauf, dass das Soil richtig schön matschig fein wird und knete weiter bis eine zähe aber feste Masse entstanden ist.

Am Ende sollte es in etwa so aussehen:

Soil Matsch

Grundsätzlich könntest Du damit schon arbeiten. Gehe hin und verteile die Masse auf ein Küchentuch, dann kannst Du den Matsch ein wenig in Form bringen.

 

IMG_7502

Theoretisch kannst Du, sofern neues Soil genutzt wurde diesen Fladen jetzt in ein geeignetes Gefäß setzen und diesen nach belieben Bepflanzen!
Dies würde Dir aber etwas die Flexibilität nehmen, denn

a) Kannst Du das bepflanzte Wabi-Kusa erst aus der Schale entnehmen wenn es gut durchwurzelt ist
b) zerbricht der Soil-Fladen recht schnell wenn Du nicht aufpasst
c) lässt sich der Soil-Fladen nicht als gestalterisches Mittel in ein Aquarium setzen, wie es z.B. Herr Amano gemacht hat

Machen wir das Ding flexibel und stabil

Damit Dein Wabi-Kusa eine gewisse Stabilität bekommt und unter Wasser bleibt, nutzen wir an dieser Stelle Bims-oder Lavastein, welchen wir in die Mitte des Soil-Fladens setzen. Ich gehe so vor, dass ich einen kleinen Krater in den Fladen forme und mir dort die Steine hineinlege.
Nutzt Du altes Soil, so kannst Du an dieser Stelle auch direkt die Düngekugeln oder jeweils einen halben Stick ADA Iron-/Multi Bottom einbringen, so wie ich es auf dem folgenden Bild getan habe.

Bims

Jetzt kannst Du alles mit Hilfe eines Küchentuchs (leicht anfeuchten) verschließen und zu einer Art Bulette formen.
Damit hast Du den ersten Teil hinter Dir und wir machen weiter mit dem Moos!

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Warum überhaupt das Moos nutzen? Sphaghnum Moos hat zwei, für uns wichtige Vorteile:

  1. Es speichert jede Menge Wasser
  2. Es wirkt antibakteriell

Beides Dinge die wir für unser Wabi-Kusa benötigen, denn der Substrat-Knödel bleibt so immer schön feucht und Du verhinderst im gleichen Atemzug Schimmel und Cyano-Ausbrüche.

Bereiten wir dies dann mal direkt vor!
Am Einfachsten funktioniert das Umwickeln, wenn Du Dir wieder ein Küchentuch vorbereitest und in die Mitte etwas Sphaghnum als Kreis verteilst.
Darauf kommt dann die Frikadelle und noch etwas Sphaghnum.

IMG_7506       IMG_7507

Jetzt wird es ein klein wenig kompliziert! Nimm das Küchentuch am besten mit einer Hand auf, stülpe Deine 2. Hand auf das Wabi-Kusa und drehe beide Hände um, so dass Du nun das Wabi-Kusa, ohne Küchentuch, in der anderen Hand hältst.

Funkioniert? Perfekt! Nun drücke das Moos gut fest.

Ist das geschehen, fange an Deinen Sphaghnum-Soil-Mix mit ADA Moss Cotton (oder dem Baumwollfaden) fest zu umwickeln. Vorteil vom Moss Cotton ist, das sich dies nach einer Weile zersetzt! Riesen Vorteil sofern Du Dein Wabi-Kusa auch mal unter Wasser platzieren möchtest.
Keine Lust darauf? Dann tut es alternativ auch die Ricca Line (oder Angelschnur), platziere das Wabi Kusa dann aber bitte nicht unter Wasser, denn sollte sich einmal etwas zersetzen oder lösen, können sich unter Umständen Fische an der Schnur verletzen (besonders Otocinclus).

Zurück zum Thema: Wickel hier wirklich fest und stramm, damit Du am Ende eine stabile, schwere Wabi-Kusa-Basis bekommst.
Bist Du durch, solltest Du etwas ähnliches wie hier vor Dir sehen:

IMG_7508

Jetzt sind wir auch schon fast fertig! Weil noch einige kleine lose Teile des Sphaghnum auf der Wabi-Kusa-Basis vorhanden sein können und Dir diese später wild im Wasser umherfliegen können, solltest Du die kleine Bulette in eine kleine Schüssel mit Wasser legen, damit sich diese lösen.

IMG_7510

Wiederhole den Vorgang mit frischem Wasser, bis kaum noch Partikel umher schwimmen.

Danach kannst Du die Wabi-Kusa-Basis aus der Schüssel nehmen und nach Deinen Vorlieben bepflanzen und nutzen!

IMG_7511

Die finale Wabi-Kusa Grundlage

Und damit Du siehst das diese Methode auch funktioniert, hier einmal ein Wabi-Kusa auf der gleichen Grundlage, 2 Monate nach dem Bepflanzen:

Wabi-Kusa 2 month

Dies ist natürlich nur eine Methode um eine Wabi-Kusa Basis herzustellen und wir wünschen Dir viel Spaß beim Nachmachen!
Eine andere Methode der Herstellung kannst Du u.a. auch bei Jurijs finden.

Keine Lust auf Herum-Matschen? Dann schaut doch mal bei emersum.de vorbei! Dort könnt Ihr auch hochwertige, fertige Wabi-Pads bekommen!

*PS:
Pro-Tipp: Bereite einige Pads vor und lasse diese einfach austrocknen. So hast Du immer einen kleinen Vorrat auf den man schnell zurückgreifen kann.
Lege die getrocknete Basis einfach in eine Schüssel mit Wasser. Nach einigen Minuten ist die Basis wieder wie neu und sofort einsatzbereit!

3 thoughts on “Wabi-Kusa-Basis selbst gema(ts)cht!

  • Hi,
    wenn ich mir ein paar Pads auf Vorrat mit Sphaghnum mache, könnte ich die dann auch mal im Aquarium verwenden? Oder ist Sphaghnum da dann nicht geeignet? Welche Alternative hätte ich dann?
    Habt ihr einen Tip?

    • Hallo Thorsten,

      Du das ist kein Problem! Die Sphaghnum Pads eignen sich da ganz hervorragend zu!
      Selbst schon gemacht, im „Shimmering of Light“ von Christian.

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