Sphaerichthys selatanensis – Cherry blossom

Sphaerichthys selatanensis

imageSphaerichtthys selantanensis ist die Schwester Art des Schokoladen-Guramis (Sphaerichthys osphromenoides). Daher sind auch die Haltungsbedingungen ähnlich wie bei den Schokoladen-Guramis. Unterscheidungsmerkmal ist die mittlere Längsbinde auf den Körperseiten.

Eine schwarze Längsbinde, die unter dem Auge verläuft, ist ein weiteres, typisches Merkmal für diese Art. Zudem hat mit neun bis zehn Sphaerichthys osphromenoides mehr Rückenflossenstrahlen, wohingegen Sphaerichtthys selantanensis nur sieben besitzt. Wie alle Labyrinthfische, besitzt auch der Kreuzband-Schokoladengurami ein Labyrinth-Organ.

Herkunft 

Sphaerichtthys selantanensis kommt in der Nähe der Stadt Banjarmasin Süd-Kalimantan der Provinz Kalimantan Selantan (S. selantanensis bezugnehmend auf dieses Fanggebiet) vor. Ebenso wurde er in der Nähe von Sampit in Zentral Kalimantan gefunden. (Kalimantan Tengah

Lebensraum

Sphaerichthys selantanensis bewohnt Torfsümpfe und Schwarzwasserbäche, wird aber auch gelegentlich schon in Weißwasser gefunden. Die Torfsümpfe sind meist in den Wäldern zu finden und sind typisch braun von den gelösten Huminsäuren. Hier häufen sich heruntergefallene Äst und Blätter am Bodengrund an. Der pH-Gehalt kann hier sogar auf 3,0 oder 4,0 sinken. Auch Wasserpflanzen der Gattungen Cryptocoryne, Blyxa, Eleocharis, Lymnophila und Utricularia sind in den Lebensräumen der Kreuzband-Schokoladengurami anzutreffen. Durch die Landwirtschaft und weitere menschliche Einflüsse werden die Lebensräume sehr stark beeinflusst, was sich in den Fisch-Habitaten, der betroffenen Regionen besonders durch eine rückläufige Artenvielfalt bemerkbar macht.

Haltung im Aquarium

Als typische Schwarzwasserart benötigt dieser etwa 4-4,5 cm groß werdende Labyrinthfisch für eine dauerhafte erfolgreiche Pflege zumindest schwach-saures und nicht zu hartes Wasser.

IMG_6874Der ph-Wert sollte zwischen 5,0 und 6,5 liegen. Ich selbst habe gute Erfahrungen bei Werten um die pH-werten um 5,5-6,0 gemacht.

Zudem tausche ich wöchentlich 30% meines Aquarienwassers. Gefüttert wird ausschließlich lebendes Futter.

Aber auch eine Futtertablette für Garnelen kann sehr attraktiv für die Tiere sein 😉 . Das Aquarium sollte gut strukturiert sein und mit einigen schattigen Plätzen aufwarten. Bei kleinen Rangeleien haben schwächere Tiere die Möglichkeit, sich zurück zu ziehen. Zudem gebe ich oft ein paar Schwimmpflanzen hinzu. 

Die Zugabe von getrocknetem Laub (Buche, Eiche oder Seemandelbaumblätter) kann ich nur empfehlen. Zudem fördert es das Wachstum von nützlichen Mikroben-Kolonien, die bei der Zersetzung der Blätter auftreten. 

Wichtig: Die Tiere sind sehr schreckhaft, wenn sie nachts ruhend an der Wasseroberfläche treiben. Daher sollte das Aquarium sehr gut abgedeckt sein. Hier erlebte ich selbst leider einen Ausfall, als eines meiner Tiere doch noch eine kleine Lücke in der Abdeckung fand. 

Vermehrung

Die Weibchen von Sphaerichthys selatanensis werden deutlich größer als die Männchen und sind somit die dominantere Tiere. Für eine Nachzucht sollte ähnlich wie bei Sphaerichthys osphromenoides, ein Leitwert von  <100 µS/cm sowie pH 5.5 – 6.5 und eine Temperatur von ca. 25°C angestrebt werden. Die Tragzeit beträgt hier ca. 14Tage, Jungtiere werden dann mit 5mm entlassen. Lange ging man davon aus, dass es sich bei Sphaerichthys selatanensis um Maulbrüter im Weiblichen Geschlecht handelt. Doch es scheint, dass wie bei S. vaillanti und S.arostoma die männlichen Tiere die Brutpflege übernehmen. Die tragenden Tiere suchen in dieser Zeit einen geschützten Platz im Aquarium auf.

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