Sphaerichthys osphromenoides – Kleine Kobolde

Kleine Kobolde

Heute stelle ich euch den interessanten Schokoladengurami vor.

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Mit einer meiner Lieblingsfische. Die Kleinen sind einfach tolle Charakter-Fische und es macht großen Spaß ihnen beim toben und zanken im Aquarium zu zuschauen. Wo kommen denn die „Kleinen Kobolde“ her? Sie stammen aus Borneo und Sumatra, oder sind auch im südlichen Abschnitt der malaiischen Halbinsel zu finden.Dort kommen sie unter anderem in Gräben und Tümpeln vor. Das durch Huminsäuren kaffeebraun gefärbte Wasser ist sehr mineralarm, die PH Werte liegen dort um die 5,5 – 6,5. Ein sehr geringer Leitwert und eine kaum nachweisbare Wasserhärte herrschen dort vor. Auch eine etwas höhere Temperatur bis 30°C findet man dort nicht selten vor. Zur Haltung und Zucht langen meiner Erfahrung nach aber auch 25°C völlig aus. Mit einer Größe von 5 – 6 cm ist der Schokoladengurami ausgewachsen. Gefüttert wird hier wie bei all meinen anderen Tieren meistens mit Lebendfutter, wobei sie auch an Frost- und Granulatfutter ran gehen.

Trotz Ihrer Schwimmfreudigkeit, denn die Sphaerichthys osphromenoides toben in allen Wasserregionen meines Aquariums rum, sollte man doch ein paar Versteckmöglichkeiten bei der Gestaltung mit einplanen. Das können zum Beispiel einige Wurzeln sein, die mit Farnen oder Moosen bestückt werden können.

Hier mal ein Foto ihrer Spielwiese, gerade beim befüllen mit Wasser:

IMG_6172Bei der Gestaltung des Aquariums  habe ich schwarze Lava mit roter Moorwurzel benutzt. Auf der Wurzel habe ich Taxiphyllum barbieri (Javamoos) und Hygrophila pinnatifida auf gebunden. Weiter hinten sitzt noch auf einem Stück Lava, Bolbitis heudelotii. Im Hintergrund stehen einige Stängelpflanzen die hin und wieder mal das Naturaquarium zukrauten dürfen und zusätzlich Deckung bieten.  Ich halte sie bei PH Werten zwischen 5,5 – 6, einer Temperatur von 25°C und einem wöchentlichen Wasserwechsel von 40% .

IMG_6171Zum ablaichen biete ich den Sphaerichthys osphromenoides unter den Wurzeln immer Laub an. Dort laichen die Schkoguramis sehr gerne ab, meist ganz rechts in der Ecke. Nach mehrmaligen umschwimmen der Partner legt das Weibchen die Eier ab, die dann vom Männchen befruchtet werden. Danach nimmt hier der weibliche Schokoladengurami die Eier ins Maul. Wenn alles gut läuft, entlässt das Weibchen die 20 – 40 Jungtiere nach etwa 14 Tagen. Das Foto unten zeigt einen Jungfisch kurz nach dem entlassen aus dem Maul.

Vielleicht habe ich ja euer Interesse für diese tollen Fische geweckt? Wer ihnen die Bedürfnisse an die Wasserqualität erfüllen kann, wird viel Spaß und Freude mit diesen lustigen Kobolden haben.

Hier mal ein schönes Video von dem natürlichen Lebensraum der Schokoladengurami.

 

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