Sphaerichthys acrostoma – Moonshiner

Sphaerichthys acrostoma

Eine ganz besondere Freude war es, als Roland Numrich mich kontaktierte und mir schrieb, er könne für mich ein paar Sphaerichthys acrostoma bestellen. Wow! Schon vor längerer Zeit hatte ich ihn darum gebeten, mir Bescheid zu geben, falls diese Tiere mal auf einer Stockliste auftauchen.

IMG_8425Kaum waren die Tiere an einem Dienstag bei aqua!nano&more angekommen, stand ich schon aufgeregt im Geschäft, um freudig die Fisch in Empfang zu nehmen.  

Bei Sphaerichthys acrostoma handelt es sich um die größte der vier Schokoladen-Gurami Arten. Mit einer Maximallänge von 6-7cm ist es auch die größte Art, der wie seine Verwandten weiches und saures Wasser bevorzugt.

Herkunft 

Diese Art stammt aus dem indonesischen Teil der Insel Borneo. So wurden die Tiere 250km nordwestlich von der Stadt Banjarmasin gefunden und im Gebiet um Paglankaraya.

Lebensraum

Sphaerichthys acrostoma lebt in Schwarzwassersumpfgebieten. Siehe auch Lebensraum  Sphaerichthys selatanensis

1978 wurde er im Mentaya-Flusssystem zwischen den Gräsern im Überschwemmungsbereich eines Flusses mit fast stehendem Wasser gefangen. (Frau E. Korthaus und Ehepaar Forsch) Die elektrische Leitfähigkeit lag hier bei 20-40 µS/cm bei recht niedrigen pH-Werten um 4,0. 

Zudem teilen sich die Tiere ihren Lebensraum mit weiteren sehr interessanten Labyrintfischarten. 

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So wurden zum Beispiel Parosphromenus pavulus, die ich bei Martin Hallmann bewundern durfte, Betta editahae, die bei mir in dem selben Aquarium als Gesellschaft leben, Sphaerichthys selatanensis und weitere Labyrintfischarten dort nachgewiesen.

Haltung im Aquarium

Ich selbst hätte die Tiere etwas schreckhafter eingeschätzt, aber sie leben sich wohl gut bei mir ein und werden immer mutiger, wenn man vor die Scheibe tritt. Typisch für die Gattung sind kleine Streitigkeiten, die ab und zu vorkommen.

IMG_8434Die meiste Zeit sehe ich sie durch das freie Wasser schwimmen, hin und wieder habe ich sie aber auch schon zwischen den Wurzeln und Pflanzen entdeckt. Alles in allem kommt das „Spring Road“ Aquarium bei ihnen ganz gut an.

Der pH-Wert hat sich hier aktuell bei 5,5 eingependelt. Zudem gebe ich hier regelmäßig Huminstoffe in Form von Seemandelbaumblättern und JBL Torpol hinzu. Entscheidend bei der Pflege ist eine stets gute Wasserqualität und ein regelmäßiger Wasserwechsel.

Vermehrung

Bei den Sphaerichthys acrostoma handelt es sich im Gegensatz zu Sphaerichthys osphromenoides, eindeutig um Maulbrüter im männlichen Geschlecht. Die Männchen werden im Allgemeinen etwas größer als die Weibchen. Die Männchen zeigen zusätzlich ein dunkles, hell gesäumtes Längsband in der Mitte des Körpers. Kam es zur einer Paarung, stehen die Männchen versteckt unter Pflanzen in einer ruhigeren Ecke des Aquariums.

Gut zu erkennen an dem geweiteten Kehlsack, werden die Jungfische durch Kaubewegungen in größeren Zeitabständen immer wieder bewegt. Nach etwa 15 Tagen entlässt das Männchen dann die etwa 7mm großen Jungfische ins Freie. Die Kleinen bewältigen mit ihrer Größe sofort frischgeschlüpfte Nauplien von Artemia. Ihr Erscheinungsbild ändert sich erst mit der Zeit von einem hellbraunen Vorderteil und dunkeln Hinterteil zur typischen Färbung des Fisches. Nach einem Jahr sind die Jungfische ausgewachsen.

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