Pterophyllum leopoldi – Der Spitzkopfskalar

Pterophyllum leopoldi – Der Spitzkopfskalar

Pterophyllum leopoldi ist mit Abstand der am seltensten anzutreffende der drei bekannten Skalararten.

Während P.scalare als „Skalar“ heute jedem Aquarianern ein Begriff ist  und viele auch ehrfürchtig P.altum ansehen, fristet P.leopoldi ein Schattendarsein.

P. leopoldi (Gosse, 1963) ist auf den ersten Blick schnell mit seinem etwas größeren Bruder P.scalare zu verwechseln. Allerdings gibt es einige Merkmale, die auf eine eigene Art schließen lassen.

Zuerst fällt auf, dieser Skalar sieht irgendwie etwas anders aus, er wirkt nach hinten gezogen und unförmig. Während P. altum sich aufgrund der „Sattelnase“ von P.leopoldi abhebt. Bei P. scalare ist die Nase immer noch geschwungen, jedoch nicht so stark wie bei P.altum, auch der Rücken hebt sich wie bei P.altum ab, jedoch nicht so stark.
Anders ist hier P.leopoldi, seine Nase weißt kaum eine Wölbung auf, der Rücken ist ähnlich wie bei P.scalare leicht nach vorne gewölbt allerdings ist P.leopoldi wensentlich runder als P.scalare.
Ein eindeutiges Erkennungsmerkmal von P.leopoldi ist allerdings der „Leopold-Fleck“, eine kreisförmige Zeichnung direkt über dem vordersten Strahl der Rückenflosse. Dieser ist bei keiner Variante von P.altum und P.scalare beschrieben.

Junger Petrophyllum Leopold © Philipp Gabriel

 

Über die Endgröße gibt es verschiedene Angaben. Leopoldi ist jedoch immer kleiner als P.scalare, sowohl was die Körperfläche als auch was die Höhe betrifft.

Leopold-Skalare zeigen das typische Gruppenverhalten welches auch von den Wildformen von P.scalare und P.altum bekannt ist, jedoch bei vielen Zucht und Hochzuchtformen abhanden kommt. Rangkämpfe gibt es nur durch drohen. Eine wirkliche Dominanz ist bisher nicht zu beobachten. Wenn eine „Gefahr“ droht, drücken sich die Tiere eng zusammen.

Das Fressverhalten wird oft als problematisch beschrieben, dies lässt sich jedoch nicht bestätigen. Meine Leopoldis nehmen willig Flocken, Frost und Lebendfutter – auch mehrmals täglich – bereitwillig an. Auch wird das Aquarium durchgehend nach Futter durchkemmt – fokussiert auf den Bodengrund, die Moose oder auch die Wasseroberfläche. Alles wird genau untersucht und ggf. probiert.

Bei den Tieren handelt es sich um Wildfänge aus dem vorderen Bereich des Amazonas. Die Tiere schwimmen im Kölner Leitungswasser bei einem PH Wert von 7.17, einem Leitwert von 786, Calcium 106.09mg/L und Magnesium 14.8mg/L.
Als Beckengröße sollte für eine Gruppe von 5 Tieren eine Länge von 120cm, eine Tiefe von 60cm und eine Höhe von 50cm nicht unterschritten werden. Auch sollten die Tiere unbedingt in einer Gruppe gehalten werden um ihr natürliches Verhalten zeigen zu können.

Aquarium für Pterophyllum leopoldi, mit großen flachen Steinen und vielen Wurzeln. © Philipp Gabriel

Bei der Wahl der Beifische sollte auf eine ausreichende Größe geachtet werden. So ist selbst eine junger Skalar in der Lage einen Zwergziersalmler zu verspeisen oder zumindest so zu verletzten, dass er stirbt. Auch werden kleine Beifische aktiv gejagt.
Corydoras panda und Carnegiella strigata als Beifische werden in gänze Ignoriert, da sie nicht ins typische Beuteschema passen.

-Gastbeitrag Philipp Gabriel

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