Naturaquaristik und Landschaftsfotografie

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So verschieden und doch so gleich

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Naturaquaristik und Landschaftsfotografie scheinen im ersten Moment zwei grundlegend verschiedene Kunstformen zu sein. Bei der einen Kunstform wird in einem Glasgefäß ein Stück Natur kreiert, welches so ansprechend wie möglich wirken soll. Die andere Kunstform beschäftigt sich mit dem Einfangen spezieller Momente in der Natur bzw. in einer Landschaft.

Ich bin der Ansicht, dass sich diese beiden Kunstformen ähnlicher sind, als auf den ersten Blick zu vermuten ist. 

Aber warum?

 

1. Ebenen

EBENEN

Sowohl in der Fotografie als auch in der Naturaquaristik arbeitet man mit Ebenen. Die klassische Aufteilung erfolgt in Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund. Je mehr klare Ebenen platziert werden können, desto besser wirkt das Gesamtergebnis. Vielleicht wird etwas Grasartiges im Vordergrund verwendet oder ein Stein geschickt im vorderen Bereich platziert. Für den Mittelgrund eignet sich z. B. ein Busch oder ein mit Moos bewachsenes Stück Holz. Im Hintergrund ergeben Pflanzen eine schöne dichte Wand, welche in einem klar abgegrenzten Blau oder auch Weiß endet. Je mehr Ebenen kreiert werden, desto größer wird die endgültige Tiefenwirkung.

 

2. Goldener Schnitt

GOLDENER_SCHNITT

Wie kann noch ansprechender gestaltet werden? Hier kommt der goldene Schnitt ins Spiel. Dabei wird die Ansicht grob in 1/3-Felder aufgeteilt. Auf die Knotenpunkte wird ein markanter Stein oder ein interessant gewachsenes Stück Holz gesetzt. Akzente lassen sich auch mit Farbe kreieren. Rote oder gelbe Pflanzen auf diesen Knotenpunkten beispielsweise lassen eine Gesamtkomposition um ein Vielfaches interessanter wirken. Doch von welcher Kunstform war in den Beispielen in den letzten beiden Absätzen die Rede? Von Naturaquaristik oder Landschaftsfotografie? Genau, ich habe von beidem gesprochen. Für den Aufbau der Komposition gelten für beide Bereiche die gleichen Regeln.

Was bedeutet das für uns als Naturaquarianer?

Um diese Frage beantworten zu können, schauen wir uns den Werdegang von Takashi Amano an. Takashi Amano war in erster Linie Landschaftsfotograf. Durch diese Tätigkeit lernte er extrem viel über Bildgestaltung, Bildaufbau, Tiefenwirkung und Gesamtkomposition. Darüber hinaus war er durch die Fotografie viel in der Natur unterwegs. Er lernte dadurch ihre komplexen Zusammenhänge und Strukturen besser zu verstehen. Mit anderen Worten, er entwickelte ein Gefühl dafür, was natürlich aussieht. Irgendwann übertrug er dieses Gespür und sein neues Wissen auf die Aquaristik. Die Ergebnisse sind allen Enthusiasten der Naturaquarienszene wohlbekannt. Wir können unseren Kompositionen so viel mehr geben, wenn wir von der Natur lernen. Die Landschaftsfotografie bietet die Möglichkeit, sich intensiver mit der Natur und ihren Zusammenhängen zu beschäftigen und Gestaltungsmöglichkeiten von ihr zu erlernen.

Wie also kann ich als Naturaquarianer meine Kompositionen verbessern? 

KAMERAS

Schnapp dir deine Kamera, ganz gleich ob es sich um eine teure Spiegelreflex- oder eine Handykamera handelt. Wichtiger ist es, hinaus in die Natur zu gehen. Nutze deine Zeit, den Wald, See oder die Heide in deiner Nähe zu erkunden. Halte nach interessanten Orten Ausschau. Lerne, die vielen kleinen Schönheiten der Natur zu schätzen. Und wenn du etwas Interessantes gefunden hast, halte es mit deiner Kamera fest.

Du wirst sehen, dass du mit der Zeit ein Auge für markante oder inspirierende Motive entwickelst. Und irgendwann kannst du dann beim Scapen deines Beckens diese Inspiration aus deiner eigenen Sammlung an Naturbildern anwenden.

 

Tobias

Meine Sammlung von Naturbildern findest Du hier:     www.tobiashoeffel.de
Nützliche Tipps rund um Naturaquaristik gibt‘s hier:   www.aquath.blogspot.de

– Gastbeitrag von Tobias Höffel 

 

 

 

 

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