Mit DIY-LED Lampe zum EAPLC 2016

 

 

Faszination Wabi-Kusa

Ich heiße Fares Qasem, bin 41 Jahre alt und komme aus Wendlingen am Neckar bei Stuttgart. Das Thema Wabi Kusa beschäftigt mich seit ca. einem Jahr und hat mich mittlerweile richtig in seinen Bann gezogen. 

Anfangs benutzte ich Wabi-Kusa als „Backup“ meiner Wasserpflanzen Sammlung. Wenn ich später neue Bodendecker pflanzte, wurden die vorhandenen nicht entsorgt, sondern auf Soil Ballen gewickelt und unter Frischhaltefolie in einer Schüssel auf der Fensterbank gelagert. Wochen später konnte ich bei einem neuen Scaping Versuch wieder auf dieses Material zugreifen.Da viele Wasserpflanzen eigentlich Sumpfpflanzen sind,  lassen sie sich in ihrer emersen Form besser handeln.

Gute Erfahrungen habe ich mit Glossostigma Elatinoides, Hemianthus callitrichoides „Cuba“ und Micranthemum micranthemoides gemacht, denn diese erwiesen sich als einfach bei der Umstellung, von submers zu ermers und dankten es mit dichten, polsterartigen Beständen. Auch heute benutze ich diese Bodendecker noch gerne als Basis meiner Wabi-Kusa. 

Mit der Zeit entwickelte sich eine gewisse Faszination und mittlerweile betrachte ich Wabi-Kusa nicht nur aus praktischer Sicht, sondern erfreue mich an ihrer natürlichen Schönheit.

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Eines meiner ersten Versuche mit Stängelpflanzen. Im Hintergrund Schalen mit emersen Bodendeckern.

DIY-LED

Ein wichtiger Punkt für ein gesundes Wachstum der Wasserpflanzen ist eine gute Beleuchtung, vor allem in den Wintermonaten. Die Suche nach einer speziellen Lampe erwies sich für mich als schwierig, da ich bestimmte Vorstellungen hatte, die von den auf dem marktüblichen LED-Lampen nur teils oder gar nicht erfüllt wurden. So entschloss ich mich kurzerhand, eine eigene Lampe auf Edelstahl Basis zu bauen. Die Lampe musste eine hohe Lichtausbeute haben und gleichzeitig das eigentliche Gefäß für mein Wabi-Kusa sein. Ein weiterer Punkt war die Größe: Daher sollte sie nicht zu groß ausfallen, da ich sie gerne auf meinem Schreibtisch bzw. im Regal aufstellen wollte.

Weil meine Wabi-Soilkugeln in der Regel einen Durchmesser von ca. 60 mm haben, fiel meine Entscheidung auf ein Edelstahl Rohr mit einem Innendurchmesser von 85 mm. Ich begann eine Skizze mit den benötigten Maßen zu erstellen und schon am nächsten Tag schmiss ich die Flex an.

Bauteile

  • Edelstahlrohr 85mm
  • Edelstahlplatte 
  • Stern Kühlkörper, geschwungen
  • Kompaktes 24V Netzteil 1.25A
  • Sun 21 Modul mit 21 x Osram Duris E5 LED 
  • Stromkabel, Schlauchleitung 2×0,5 mm²

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Das Edelstahlrohr dient als Gehäuse der Lampe. Im oberen Teil wird die LED Einheit mit Kühlkörper montiert. Der Untere Teil des Rohres dient als Gefäß für das Wabi-Kusa. Zudem wurde ein Kabel wurde an die LED gelötet.

Achtung: Nur mit der erforderlichen Fachkenntnis den Anschluss der Elektronik vornehmen!

Alternativ gibt es auch fertige 24V Netzteile zu kaufen.

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e01ec96fbc25470c82ad379c5df72f61(Bild links) zeigt wie gut das Wabi-Kusa nun in den unteren Teil der Lampe passt. (Bild rechts) so sah das Ganze nach dem entgraten und schleifen aus. 

Danach wurde nur noch die Bodenplatte aus Edelstahl gefertigt und an drei Stellen punktgeschweißt. 

Im Anschluss wird das Ganze mit einer Silikonnaht abgedichtet. Nach dem Einsetzten der LED inklusive Kühlkörper ist die Lampe fertig.

– Gastbeitrag Fares Qasem

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So sieht die LED-Lampe auf dem Schreibtisch aus.

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EAPLC Kategorie Wabi-Kusa Platz 10

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