Manten-Man in Japan – Teil 1

 

Tokyo und das Sumida Aquarium

Vorwort

„Meistens kommt es ja dann doch anders als man denkt.“ ,dachte ich mir jedenfalls als ich meinen, hoffentlich wohlverdienten Urlaub antrat und plötzlich nach 12 Stunden Flugzeit am Rande von Tokyo vor dem Sumida Aquarium stand und das Aquascaping-Fieber anfing wieder in mir zu lodern. Hatte ich mir doch geschworen, Aquascaping Aquascaping sein zu lassen und Urlaub Urlaub. Ein wenig erholen, die Kultur kennen lernen, gut Essen…

Ähem… nunja… äähh… damit wären wir dann wieder am Anfang 🙂
Und wisst ihr was? Es war schon gut so!

Der Weg…

Das erste Ziel auf meiner Japan-Tour war eigentlich der Skytree-Tower. Dieser lag fußläufig so ca. 30 Minuten von meinem Hotel in Asakusa entfernt gelegen. Ich bin an diesem ersten Tage gegen 12 Uhr angekommen und hatte folglich noch genug Zeit übrig die Umgebung zu erkunden. Also fix in das Hotel eingecheckt, um dann, nach einem anfänglichem Herumschlendern in Asakusa, bei einem kleinen Fußmarsch Richtung des Towers zu wandern, was eine willkommene Abwechslung zu den 12 Stunden sitzen darstellte.

Ich war erfreut zu sehen, dass mein mobiler WLAN-Router, welchen ich mir bei https://pupuruwifi.com/ als Leihgabe bestellt hatte, schon eingetroffen war. Kleiner Tipp am Rande: Wer so wie ich, gerne auf eigene Faust unterwegs ist, dem kann ich solch ein Teilchen nur empfehlen. Google-Maps und auch der Translator waren für mich in Japan Gold wert!

Auf ging es dann also. Noch total geflashed von den ganzen Eindrücken links und rechts neben mir, konnte ich das Ziel schon aus der Ferne sehen. So ging es von Asakusa aus, durch kleine Nebenstraßen, an Schulen und etlichen Getränkeautomaten (mit heißen Getränke-Dosen aka. Kaffee ;-P ) vorbei, durch den Sumida Park auf zum Skytree Tower, welcher im nun dunklen Tokyo einen imposanten Eindruck hinterließ. Aber nicht nur dieser.

Überall gab es etwas zu sehen! Ich lief an neon-leuchtenden Lampions, blinkenden Häuserfronten vorbei an Pachinkos (den Arcade-Hallen in Japan), aber auch im direkten Kontrast dazu an kleinen wunderschönen Grünanlagen oder klassisch, japanischen Häuschen mit Bonsai-Bäumchen vorbei. Zu Letzt dann noch über die Brücke am Sumida-River und so war ich auch schon fast im Skytree-Town, wie der Bereich um den Tower auch genannt wird.

Endlich dort angekommen, habe ich dann doch schnell umdisponiert! „Auf den Turm kann ich ja auch später.“, so mein Gedanke.
Was das Scheitern des „eigentlichen“ Plans dann doch mehr oder weniger besiegelte… 😛

…ist das Ziel!

Ok, wo war ich? Anhand einer großen Umgebungskarte versuchte ich mir erst einmal einen Überblick zu verschaffen, denn ich hatte keine Ahnung wo ich hin musste. Google Maps trieb mich dort auch nur im Kreis herum 😀 Zum Glück hat man ja einen Mund zum Fragen. So war ich, Dank einer netten Japanerin auch fix im Aufzug in die Etage Nr. 4.

                                                                       

Da war ich nun. Am Eingang zum Sumida Aquarium. Ich musste nur noch eine letzte Rolltreppe überwinden und das Ticket kaufen. 
WOW! So hieß es auf einem Plakat bezogen auf den Skytree-Tower… doch dieser interessierte mich nun überhaupt nicht mehr.

Mit dem Ticket in der Hand schritt ich nun durch die dunklen, automatischen Glastüren des Eingangs. Und war angekommen.

Ihr könnt euch diesen Moment nicht vorstellen, wenn man durch besagten Eingang schreitet, und vor der großen Treppe nach oben steht. Man fühlt sich wirklich wieder wie ein kleines Kind. Alles durchströmte mich: Begeisterung, Euphorie, Respekt und auch Erfurcht.

Ich war wahrlich angekommen.

Willkommen im Sumida Aquarium

Ich stand vor dieser großen Treppe. Das grüne helle Schimmern, wie Wasser an den Wänden, jedoch von Projektoren im Hintergrund erzeugt. Diese beruhigenden Klänge welche diesen Moment unterstützten und zu keiner Zeit aufdringlich wirkten, konnten sofort allen Stress vergessen lassen. Das alles wirkte auf mich wie eine einzige große Komposition.

Und ich war wirklich dort.

Nach einem weiteren tiefen, melodramatischem Atemzug schritt ich Stufe für Stufe die Treppe empor, bis sich mir dieser sagenhaft Anblick eröffnete.

„The Shimmering of Water“, by Takashi Amano

Ich kann euch sagen, ich war noch nie so sprachlos wie in genau diesem einen Moment.

Nicht nur das große Becken vor einem, sondern der ganze Raum mit seinen 2 kleineren Becken links und dem großen Becken mit den Unzan Steinen rechts verströmten eine Atmosphäre welche man einfach erlebt haben muss. Ich wusste gar nicht wo ich zuerst hinschauen sollte.

                                                                        

Für alle Interessierten unter euch, habe ich unten das Flickr-Album angefügt, wo noch einige Bilder mehr zu finden sind. 

Wie dem auch sei! Wer die Entstehung der bereits bekannten Becken im Internet oder auf YouTube verfolgt hat, dem ist vielleicht gar nicht wirklich bewusst, dass das Sumida-Aquarium noch deutlich mehr Beeindruckendes zu bieten hat.

Ich muss gestehen: Ich wusste es auch nicht.

Es gibt noch mehr

Dieser erste Teil stellt quasi nur den Eingangsbereich der Ausstellung dar, denn durch einen Durchgang auf der rechten Seite kommt man direkt in das nächste Abteil mit dem Thema: Meer! 

Begrüßt wird man von einer komplett anderen Farbgebung, bei der das beruhigende Grün einem kalten Blau weicht. Quallen heißen euch hier, in vielen verschiedenen Variationen willkommen. 

Auch werden kleinere Aufzuchtbecken, sowie verschiedene Quallen-Stadien gezeigt. Durchaus interessant und viele der Displays laden zum Verweilen ein.

Tritt man etwas näher in den Raum hinein, so kann man, auf der rechten Seite, kleinere Becken mit diversen Meerwasserbewohnern betrachten.

Hier hatte ich leider das erste mal einen kleinen, faden Beigeschmack, waren doch diese ca. 40×40 Würfel teilweise viel zu klein für die dort gezeigten Bewohner. Rückzugsorte gab es leider auch nicht oft, wenn auch die Tiere vital und gesund ausgesehen haben. 

                                                                       

Es zog mich weiter, vorbei an weiteren Becken, Seeschlangen, Schlangenaale, Korallen (Weichkorallen und Steinkorallen), kleineren Riffbewohner wie Schleimfischen oder Seegurken, oder auch größeren Exoten bis hin zu einer großen Meerwasseranlage mit Rochen und Haien. 

Des Weiteren gibt es aber auch eine Anlage mit Pinguinen zu bestaunen, Seelöwen, und sehr skurril wirkende Becken mit hochgezüchteten Goldfischen. Alles mit einer sehr aufwendigen Inszenierung und Beleuchtung versehen, bei der das Auge nicht zu kurz kommt.

Neben den Sehenswürdigkeiten gibt es aber auch die obligatorischen Snackshops und die Merchandise-Artikel, welche man beim Verlassen des Sumida Aquariums erwerben kann.

 

Fazit

Für mich war der Besuch des Sumida-Aquariums ein unvergessliches Erlebnis und atemberaubender Auftakt eines noch schöneren Urlaubs. Das persönliche Highlight bildete der erste Bereich mit den Amano-Aquarien! Selbst wenn man nicht unbedingt viele Berührungspunkte mit Aquaristik oder Aquascaping hat, so kann ich jedem Urlauber in Tokyo einen Besuch wirklich ans Herz legen.  

Ihr werdet es nicht bereuen! Für alle anderen Verrückten, so wie mich, ist es einfach ein must-have! 

Euer Christian,
Team weScape

 

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