Homestory – Zu Besuch bei Sebastian Kuikstra

Homestory

Vorwort

Bei meinen Nachforschungen über meine Parosphromenus stieß ich eines Tages auf die Plattform BiotopAquaristik.de. Hier fand ich ein wunderschönes Beispiel für ein Biotopaquarium (Kalimantan), welches einen schönen Ausschnitt eines kleinen Schwarzwasserbaches darstellte.

Schnell wurden die Namen Sebastian Kuikstra und Julien Preuß ein Begriff für mich. Einen etwas holprigen Start hatte ich Anfangs mit Sebastian, der mich schnell mit einem Augenzwinkern als reinen Aquascaper abtat. Doch wir liefen uns immer wieder auf einigen gemeinsamen Facebook Gruppen über die Füße und kamen auch privat weiter ins Gespräch. So auch in der Facebook Gruppe Bettawildformen, Parosphromenus und Chana / Erfahrungs- und Tauschtreff. Die Liebe zu den Tieren verbindet eben! Was unter anderem auch ein Grund für meinen Besuch am 11.11.2016 war – hierzu später mehr.

Zu Besuch bei Sebastian Kuikstra

Treffpunkt Claudis Zoo

Also machte ich mich an meinem freiem Arbeitstag auf den Weg nach Nordhorn. Da Sebastian an diesem Tag bis 18:00Uhr arbeiten musste, machten wir als Treffpunkt Claudis Zoo in Nordhorn aus. In diesem charmanten Zoofachgeschäft hat Sebastian schon einige und tolle Aquarien eingerichtet und hat sich sogar schon an das Aquascaping herangetastet 😉 . Um 17:00 Uhr traf ich dort ein und nutzte die Zeit um ein wenig die Aquarien, Terrarien und vieles mehr zu bewundern und zu erkunden. Zudem hatte ich auch einen netten Plausch mit der Inhaberin Claudia Hemme, so verging die Zeit recht schnell. Natürlich findet man beim Stöbern auch das eine oder andere für sich selbst, so stand ich dort schon mit zwei schönen Stücken Spider Wood in der Hand, als Sebastian eintraf. PS: das sind die beiden Wurzeln auf dem Aquarium, auf dem linken Foto.

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Nun gab es erst mal eine persönliche Führung von Sebastian durch das Geschäft und zu jedem eingerichteten Aquarium erzählte mir Sebastian ein paar Worte. Besonders das große Aquarium (Paludarium) hatte es mir angetan.

Neben dem Schmetterlingsfisch (Pantodon buchholzi) lebten in dem Biotop noch Flösselaale (Erpetoichthys calabaricus) und einige Axolotl. Nach der einer Verabschiedung von Claudi machten wir uns nun auf den Weg zu Sebastians Wohnung.

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Vielleicht habt ihr selbst mal Zeit und Lust bei Claudis Zoo reinzuschauen. Spannend werden sicher auch die Thementage, die von Sebastian Kuikstra begleitet werden.

  1. Bitopaquaristik am 26.11.216 ab 19:00 Uhr
  2. Aquascaping am 14.01.2017 ab 19:00 Uhr
  3. Wasserchemie am 04.02.2017 ab 19:00 Uhr

Einfach bei Claudis Zoo für die entsprechende Veranstaltung anmelden.

Ankunft

Gespannt trat ich in die Wohnung von Sebastian ein. Wie ein kleines Kind hing ich schnell schon vor dem ersten der insgesamt sechs Biotopaquarien. Man taucht hier in eine ganz eigene, wunderschöne Welt der Aquaristik ein! Bevor es weiter ging, trank ich mit Sebastian erst mal sein verdientes Feierabendbier, was ich für uns beide mitgebracht hatte.

Was ist eigentlich Biotopaquaristik?

Sebastian nahm sich viel Zeit für mich anhand seiner Aquarien den Gedanken hinter der Biotopaquaristik zu erklären.

img_0094„Bei der Biotopaquaristik geht es um die möglichst naturnahe Gestaltung eines Aquariums, unter Berücksichtigung aller naturgegebenen Umstände und Einflüsse.

Optimale Haltungsbedingungen für Tier und Pflanze stehen hierbei im Vordergrund, um einen Ausschnitt der Natur in den eigenen vier Wänden zu erschaffen. Hierbei werden Tiere und Pflanzen zusammen gehalten, welche sich auch in der Natur ein Habitat teilen. Einrichtungsgegenstände und Wasserwerte sollten hierbei natürlich auch im höchsten Maße dem Vorbild Natur entsprechen.

Mit Hilfe der Biotopaquaristik soll ein Bezug zur Natur geschaffen werden, welcher zum einen naturnahe artgerechte Haltungsbedingungen, aber auch ein Bewusstsein für unsere immer stärker bedrohte Natur schaffen soll.“

Übergangszone Sand – Tanganjikasee

Wer denkt, ein Iwagumi Layout hat eine beruhigende Wirkung, der stand noch nie vor diesem Biotopaquarium von Sebastian. Da es mittlerweile sehr früh wieder dunkel wird, hatte das Aquarium in dem dunklen Raum schon fast eine mystische Wirkung. Nur der Sandbereich wurde von der Beleuchtung angestrahlt, sodass das Aquarium einen vollkommen in seinen Bann ziehen konnte.

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Neben Altolamprologus compressiceps, Xenotilapia papilio tembwe, saßen hier noch ein Paar Tanganjika-Stachelaale (Mastacembelus ellipsifer) drin, die Sebastian nun schon sieben Jahre begleiten. Diese interessanten Gesellen wurden bis Dato nur ein Mal in einem Aquarium vermehrt. Ein norwegischer Freund von Sebastian konnte diese Tiere erst nach acht Jahren vermehren, was auch Sebastian zur Zeit hoffen lässt, da es bei ihm auch bald soweit sein könnte, denn seine Stachelaale legen ein auffälliges Verhalten an den Tag, was auf baldigen Nachwuchs hoffen lässt. Ich drücke fest die Daumen!

Kalimantan

Für mich ein weiteres Highlight, als ich einen alten Bekannten für mich entdeckte. Dieses Biotop kennst du doch!

img_0095Hier stand ich nun vor dem Aquarium, welches mich überhaupt erst auf die Biotopaquaristik aufmerksam gemacht hatte.

Was ich Sebastian selbst noch nicht erzählt hatte, ist dass das Aquarium mich schon auf Biotopaquaristik.de so fasziniert hatte, das ich zumindest meinen Besatz in einem meiner Aquarien dem des Beispiels (Kalimantan) angepasst hatte.

So war mir der Besatz an Parosphromenus cf bintan, Hemirhamphodon tengah, Sundadanio axelrodi nur all zu gut bekannt 🙂 .

Leider machte ich vor lauter Kucken und staunen nicht noch mehr Fotos an diesem Abend. Möchtet ihr mehr über dieses Thema erfahren, schaut doch einfach selbst mal auf der Internetseite der beiden vorbei. Hier könnt ihr anhand einer Weltkarte jeweils die Biotope mit den jeweiligen Aquarienbeispielen anschauen.

Ein weiterer Grund für meinen Besuch

img_0100Nicht, dass es schon toll genug gewesen wäre einen Einblick in die Biotopaquaristik zu bekommen, machte mir Sebastian noch eine echte Freude mit einem etwas verfrühten Geburtstagsgeschenk. Bei ihm schwamm noch in einem kleinen Aquarium eine kleine Gruppe von fünf Parosphromenus sumantranus herum, die laut aktuellen Census des Parosphromenus-Project außerhalb Asiens aussterben scheint. Für mich war es eine große Ehre als er mir diese Tiere anbot, da er selbst aus Zeitgründen den Tieren nicht mehr gerecht wird.

Nun werde ich mein Bestes geben und wie bei meinen anderen Parosphromenus Arten versuchen, diese Tiere erfolgreich nachzuziehen. (Und wehe wenn nicht, Martin Hallmann zieht mir sonst die Ohren lang!)

Schlusswort

Hier nochmal ein Dankeschön für die tollen Eindrücke, die ich an dem Tag bekommen habe. Besonders die Nachforschungen in den Videos, der entsprechenden Biotopen haben mich beeindruckt. So werden Fische in ihrem natürlichen Umfeld zufälligerweise in einem Urlaubsvideo entdeckt. Mir macht immer wieder Freude über den Tellerrand zu schauen und so bin ich doch ein bisschen von dem Bitotopaquaristikvirus angesteckt worden, und wer weiß ob ich mich nicht bald auch mal an einem solchen Aquarium versuche. Nochmals vielen Dank, dass du mir die Fische anvertraut hast!

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Foto Sebastian Kuikstra

Mehr unter BiotopAquaristik.de oder Facebook Seite.

Aquaristik verbindet!

Kim-David, Team weScape

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