ENAC 2017 – Coron´s Cove – Platz 8

ENAC 2017 – Coron´s Cove – Platz 8

Am 30.-02.10.17 fand während der Aqua Expo Tage der zweite ENAC statt. Im folgenden Beitrag stellt Kim-David sein Scape vor. Foto by Sven Wiemers.

Inspiration:

Die Idee für Coron´s Cove entstand als ich den Film Kong – Skull Island sah.  Als Hintergrundpanorama für die fiktive Skull Island diente mitunter Vietnams berühmte Halong Bucht.
  
Bei meiner Recherche im Internet stieß ich dann auf weitere inspirierende Inseln. Besonders die Palawan-Inseln im Westen der Philippinen ließen mich nicht mehr los. Die dicht bewachsenen Steilhänge des Karstgebirges begeisterten mich. Coron Bay – ist ein wahres Paradies für Taucher und ein Traum für jeden Aquascaper.
 
Coron entstammt dem Dialekt der Tagnauwa und bedeutet so viel wie „eingeschlossen“.
 
 

 
 

Gestaltung:

Vorab mal einen Dank an Andres Rupert und Juan Puchades, die immer wieder ein paar gute Tipps gaben, die dann später in das Hardscape einflossen.  So macht macht das scapen fun „weScape together“ !

Ziel war es ein pflegeleichtes Layout zu gestalten, ohne die Verwendung von Soil als Bodengrund. Lediglich eine ganz feine Schicht Sand sollte später den Aquariumboden bedecken.

#Haudrauf

Bevor es mit dem Hardscape Aufbau los gehen konnte musste der 13kg Ok Rock 2, erst mal in „Flexi Mini“ Größe zerlegt werden. Nach ein wenig gutem zureden mit dem Hammer blieben ca. 5,5-6kg des mächtigen Steins übrig. Den Stein so zu teilen, dass eine gerade Kante entsteht, war anfangs eine kleine Herausforderung. Mit Hammer und Meißel kam ich nicht weit. Die Lösung war meine Astsäge, die wie Butter durch das Tongestein glitt.

 

#HaruSan

Nun galt es die zwei großen Steinhälften an den Seitenscheiben des Aquariums zu fixieren. Haru sei Dank, hatte ich da ja noch eine Druckluft-Spritzkartusche JBL Haru Universal. Mittig an der glatten Schnittstelle trug ich einen guten Klecks Haru Universal auf, den ich danach flächig glatt strich. Je Seite ließ ich die beiden großen Steinstücke 24 Stunden aushärten. Dazu kippte ich das Aquarium einfach auf die Seite und fing mit der leichteren Steinhälfte an. Weiter ging es dann mit dem restlichen Aufbau, den ich auch fixiert haben wollte. 

#Cove

Nun ging es an die Gestaltung des Gewölbes und der Bucht. Als Akzentuierung klebte ich unter dem großen Überhang noch zwei zusätzliche Stalaktiten. Beim Aufbau auf der rechten Seite klebte ich kleine Steine fest, um die recht gerade abfallende Linie zu entschärfen. Beim Überhang des rechten Steins gestaltete ich einen ganz eigenen Aufbau, um die Zwischenraum der „Cove“ zu füllen. Auch hier galt es die senkrechte Linie zu kaschieren. Der kleine Aufbau im Hintergrund bestand aus drei kleinen Bruchstücken!

#Moos

Die Bepflanzung viel recht spärlich aus. Hier und da ein paar Moose gesteckt oder geklebt, aufgelockert durch ein bis zwei Bucephalandra und etwas Crepidomanes cf. malabaricum. Neben dem bekannten Riccardia sp. chamedryfolia fanden auch ein paar Schätze, wie Riccardia sp. graeffiFissidens sp. Miroshaki und Microsorum petropus Prothallium ihren Platz in dem Aquascape.

Für mich jedesmal ein persönliches Highlight solche grünen Raritäten im Shop von Aquasabi zu finden. Eine Woche ließ ich das Flex Aquarium nur halb gefüllt laufen. Lediglich die kleine Eheim Universalpumpe sorgte für etwas Wasserbewegung in dem Scape. 

#WegderVerzweiflung

Hier hatte ich echt meine Schwierigkeiten! Wege zu gestalten ist eine kleine Herausforderung für sich, der richtige Schwung, genügend Verzweigungen und Tiefenwirkung. Mit einen Substratanstieg geht es einem wesentlich leichter von der Hand. 

Hier stand ich nun aber vor der Herausforderung, dies auf eine glatten Sandfläche zu kreieren. Also wurde viel herum getestet, bis ich für mich eine ganz gute Lösung fand.

Wie kleine Sanddünen musste ich die feinen Bruchstücke zusammen mit dem Sand etwas auftürmen, um zwischen der von mir geformten Spalte den von mir gewollten Geröll-Weg zu formen. Nach etwas Übung entfernte ich den Sand wieder zum größten Teil. Erst nachdem das Scape in Dortmund stand, füllte ich wieder neuen Sand ein und baute die kleinen Bruchstückerhebungen wieder auf.

#Lichtaus

Das untere Bild zeigt das Aquarium zwei Tage vor den Aqua Expo Tagen in Dortmund. Ich persönlich habe für mich viel Erfahrung aus der Umsetzung des Layouts mitgenommen. Mir hat es Spaß gemacht mal etwas ganz anderes auszuprobieren. Einziger Wermutstropfen, leider stellte ich erst recht spät fest, dass die Zeitschaltuhr, die ich verwendete, nicht richtig funktionierte. So fehlten den Moosen einige wichtige Stunden Licht, was sich deutlich auf ihren Wuchs auswirkte.

 

Coron´s Cove kurz vor der Messe

Hardware:

Flexi Mini Set – Weißglas-Aquarium 32 x 21 x 24 cm ( 16Liter ) / Flexi-Mini LED / Hang-On-Filter

Hardscape:

  • Colorstone OK Rock Nr. 2 

Bodengrund und Zusätze:

  • ADA La Plata Sand

Pflanzen:

  • Riccardia sp. chamedryfolia
  • Riccardia sp. graeffi
  • Fissidens sp. Miroshaki
  • Versicularia cf. montagnei Krabi
  • Microsorum petropus Prothallium
  • Crepidomanes cf. malabaricum
  • Bucephalandra sp. Velvet Tricolor

CO2:

  • Tropica Co2 System Nano

Sonstiges:

  • Eheim CompactON 300
  • ADA Aquasky 300
  • ADA Aqua Screen blue
  • JBL ProHaru Universal 

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