ENAC 2016 – Sarawak „Bumi Kenyalang“ Platz 11

KimENAC 2016 – Sarawak „Bumi Kenyalang“ 

Am 09.-10.04.16 fand während der Hamburger Vivaristik Tage erstmalig der ENAC statt.

Im folgenden Beitrag stellt Dr. Fisch sein Scape vor. Für ihn war es der erste Wettbewerb, an dem er seinen Stil der Aquariumgestaltung erstmalig vor einem Publikum vorstelle. Sein Fokus liegt eher bei dem Naturaquarium und dem Besatz, was sich auch in der Gestaltung des Sarawak „Bumi Kenyalang“ wiederspiegelt.

 

Und so stand es dann in Hamburg:

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Sarawak „Bumi Kenyalang“

Inspiration:

Durch einen Bekannten den ich auf Facebook über eine Parosphromenus Gruppe kennen gelernt hatte, stieß ich auf tolle Fotos von seiner Reise nach Sarawak. Als ich unter ein Foto von André Peukert postete das ich da mal was draus mache, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, das es für den ENAC Wettbewerb sein wird. Die Herausforderung bestand darin die Atmosphäre,  die mir die Fotos vermittelten in einem 30 x 30 x30 cm Aquarium umzusetzen.

Sarawak:

Benannt ist Sarawak nach dem durch die Hauptstadt Kuching fließenden Fluss Sarawak, außerdem ist Sarawak als Bumi Kenyalang („Land der Nashornvögel“) bekannt. Auch auf dem Wappen von Sarawak ist der Nashornvogel oder Kenyalang zu finden.

 Sarawak „Bumi Kenyalang“

Für mich hat der Name auch eine tiefere Bedeutung, denn wie meine Parosphromenus, sind diese bizarr aussehenden Vögel (Arten-Porträt Nashornvögel) heute vor allem durch den Verlust ihres natürlichen Lebensraumes stark bedroht. So steht für mich der Name des Scapes für den Artenschutz. Zudem machten wir auf der Messe, mit der Spedenaktion – Save the crocodile Lizard , auf das Projekt des Kölner Zoo´s zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Krokodilschwazechse aufmerksam und sammelten fleißig Spenden.

To know Mother Nature, is to love her smallest creations.

Takashi Amano

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©André Peukert

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©André Peukert

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©André Peukert

hier die Umsetzung:

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Der Dschungel

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Bachlauf mit den Abstufungen

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Das Wurzelwerk

Gestaltung:

IMG_5963Im Vorderen Bereich wollte ich den Bereich des Pools vor dem kleinen Wasserfall realisieren. Vor allem der rechte Stein sollte schön ausgespült wirken. Also spielte ich mit den Manten Stone so lange rum bis es optisch passte. Hier und da ein paar kleine Steine, vorne links und rechts die größeren. Am Ende landeten etwa 5kg Manten Stone in dem Naturaquarium. Bei dem Sand war mir schnell klar das ich lieber den farblich wärmeren Colorado Sand von ADA verwenden würde. La Plata Sand den ich auch noch da hatte, wäre mir hier farblich zu kalt gewesen. Um es was natürlicher wirken zu lassen fand Aqua Gravel hier und da wieder Verwendung. Im hinteren Bereich kam ADA Power Sand zum Einsatz, da ich auch das Aquarium über den Contest hinaus betreiben wollte.

IMG_5965Da ich mit dem ADA System sehr gute Erfahrungen gemacht habe, kamen auch Zusätze wie Clear Super, Bacter 100 und Tourmaline BC hinzu. Generell fahre ich bei dem ADA Bodengrund immer das volle System. Ebenso bei der Düngung!
Moorwood hatte ich insgesamt 6Stücke da. 4 davon fanden letztendlich Verwendung. Vorne landete die größte Wurzel die den dicksten Durchmesser hatte. Nach hinten wurden sie immer filigraner. Hier möchte ich mal auf den Unterschied bei meinen Layouts eingehen. Vielleicht seid ihr bei uns auf der Seite schon mal über die Parosphromenus gestolpert. Hier war die Überlegung später ein Pärchen dieser Art unter zu bringen.

IMG_5967Da bei mir die Tiere im Vordergrund stehen, muss sich das Layout meist den Tieren anpassen. Da ich diese auch in meinen „Paroscapes“ vermehre. Also musste gegeben sein das ich die Wurzeln jeder Zeit aus dem Aquarium nehmen kann, aber später wieder an ihren alten Platz finden. Unter dem linken Stein, der auf dem zweiten größeren Stein liegt, entstand eine kleine Bruthöhle für die kleinen Fische. Den ich auch jeder Zeit entfernen und neu setzen kann. Warum? Hier und da gebe ich Nachzuchten an andere Liebhaber dieser tollen Fische ab. Es erleichtert das heraus Keschern des Nachwuchs ungemein. So nun wieder zurück zum Aufbau. Kleinere Steine bildeten den Bachlauf des Wasserfalls nach.

 

IMG_5974Im hinteren Bereich arbeitete ich mit einem stärkeren Soilanstieg, um mehr Tiefenwirkung zu erzeugen. Mittlerweile hatte ich die Wurzeln auch mit Moos und Bucen vorbereitet. Diese wickelte ich mit Moos Cotton fest. Bei den Pflanzen bediente ich mich teils an Schnittresten aus laufenden Aquarien, teils kaufte ich neue dazu. Hier und da änderte ich noch die ein oder andere Pflanze im laufenden Betrieb ab. So wurde Ranalisma rostratum die hinten rechts vor der Rotala green saß, gegen eine Limnophila sp. `Vietnam´mini ausgetauscht.
( Na welche seltene Echse kommt dort vor 😉 ) Im vorderen Bereich tauschte ich das Hemianthus callitrichoides „Cuba“ gegen Marsilea hirsuta aus.

IMG_5985Warum, dort überhaupt Pflanzen? In der Natur kommen in ruhigen Stellen in Bächen auch häufiger Pflanzen vor. Daher sollte die etwas größer werdende Marsilea hirsuta dort ihre Pracht entfalten und eine Ruhigwasserzone nachahmen. Die Bucen wurden teils gesteckt oder wie das Moos mit Moos Cotten auf den Wurzeln befestigt. Das ich gerne mit 2-3 Bodendeckern arbeite, fanden HC und Elatine hydropiper ihren Platz im Layout. Ganz hinten verwendete ich aus einem bestehenden Aquarium Rotala sp. „Green“, um den Übergang mittig etwas fließender zu gestalten kam links vor die „Green“, Gratiola viscidula eine schöne neue Pflanze im Programm von Tropica ( Anne 😉 ) und rechts Limnophila sp. „Vietnam“ rein.

Unter den Wurzeln wurde Cryptocoryne albida `Brown`, aktuell eine meiner Lieblings Wasserpflanzen, gesetzt. Durch Zufall entdeckte ich bei Aquasabi noch eine Cryptocoryne crispatula var. tonkinensis. Diese fand gleich in 3Aqaurien ihren Platz, ich hoffe sie macht sich, den das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern.

Das Aquarium lief nun insgesamt 8 Wochen. Wobei ich in der 4 – 6 Woche sehr stark mit Fadenalgen zu kämpfen hatte, stand das Aquarium zum Contest ganz gut da. Vielleicht hätten die Stängelpflanzen noch 3-5 Tage vorher getrimmt werden können. Letztendlich bin ich mit dem Ergebnis für meine Art des Scapens mehr als zufrieden. Vor allem war der Contest ein tolles Aufeinandertreffen von tollen Menschen.

Danke für das tolle Wochenende und verzeiht mir den „Spendensammelwahn“ den ich an den Tag legte und weiter legen werde! Euer Dr. Fisch 😉

Hardware:

Zur Verfügung standen ein Do!Aqua Cube Garden 30C mit Aquasky 301 zur Beleuchtung und folgender Einrichtung.

Hardscape:
– ADA Manten Stone
– ADA Amtra Moorwood

Bodengrund und Zusätze:
– ADA Clear Super
– ADA Bacter 100
– ADA Tourmaline BC
– Power Sand Special S
– ADA Aqua Soil Amazonia
– ADA Aqua Soil Amazonia Powder
– Colorado Sand

Pflanzen:
– Bucephalandra mini Neadle Leaf
– Bucephalandra sp. „Melawi“
– Bucephalandra Almada V3
– Cryptocoryne crispatula var. tonkinensis
– Cryptocoryne albida `Brown`
– Elatine hydropiper
– Hemianthus callitrichoides „Cuba“
– Limnophila sp. „Vietnam“
– Rotala sp. „Green“
– Riccardia chamedryfolia
– Solenostoma tetragonum
– Gratiola viscidula
– Marsilea hirsuta

CO2:
– ADA CO2 Advanced System
– Do!Aqua Music Glass Mini 15D und CO2 Music Counter

Filter:
– JBL CristalProfi e401 Greenline

Ein/Auslauf:
– ADA Lily Pipe Spin P-2
– Do!Aqua Violet Glass Mini MV-1

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