Aquascaping Grundlagen: die drei Basis-Gestaltungsformen

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Aquascaping Grundlagen: die drei Basis-Gestaltungsformen

Hallo zusammen,
warum sehen manche Aquarien einfach gut aus und schmeicheln dem Auge, andere hingegen nicht? Nun, wenn man mal Themen wie Sauberkeit, Fotoqualität, Licht und Pflanzenvitalität einmal abzieht, dann bleibt nur der Kern des Beckens, die Gestaltungsgrundlage, übrig. Und hier sehen Becken einfach gut aus, wenn sie sich an gestalterische Grundlagen halten, wie etwa dem goldenen Schnitt  und das Arbeiten mit Fokus- und Fluchtpunkten. Diese Layouts weisen meist eine tolle Tiefenwirkung auf, das Aquarium wirkt räumlicher, dreidimensionaler.Klingt eher kompliziert, ist es aber gar nicht so sehr. Ich stelle hier die drei gebräuchlichsten Gestaltungsformen im Aquascaping vor. Wenn man sich daran hält, sieht ein Becken einfach immer gut aus 😉 Und diese Ideen lassen sich auf alle Arten von Aquarien übertragen, sei es ein Gesellschaftsaquarium, ein Biotop-Becken, ein Aquascape oder ein Meerwasser-Riff.Los geht es!
 

1. die Dreiecks-Form: Bei dieser Gestaltungsform werden die Dekorationsmaterialien wie Steine, Wurzeln aber auch Pflanzen zu einer Seite abfallend hin angeordnet. So ergibt sich ein Dreieck. Wichtig ist, dass am Fuße des Dreiecks keine Dinge die Sicht behindern, sondern dem Auge eine freie Sicht nach hinten lassen. Man sollte dort also zum Beispiel besser keine störende Technik installieren oder zu hoch wachsende Pflanzen regelmäßig herunterschneiden. Hier mal ein Beispiel Layout, man erkennt ein abfallendes Dreieck zur linken Seite hin. Natürlich kann man ein Dreieck auch abfallend nach rechts gestalten! 

Aram Schneider - Fields of gold

Copyright: Aram Schneider – Fields of gold

2. die Hügel-Form: Hier befindet sich der Aufbau der Dekoration relativ zentral. Er sollte aber nicht genau in der Mitte stehen, das sieht aus Symmetriegründen nicht immer natürlich aus. Etwas krummer und schiefer darf es schon sein. Die Gestaltung an den Seiten hingegen sollten für das Auge frei und offen sein. Auch hier ein kurzes Beispiel von mir, der Pflanzenhügel ist ein wenig nach rechts versetzt:

Copyright: Aram Schneider- Fade

Copyright: Aram Schneider- Fade

3. die U-Form: Bei diesem Layout-Grundformat befinden sich an den Seiten recht hohe Aufbauten, die abfallend zur Mitte hin Platz machen für eine Gasse Richtung Rückscheibe. Diese Form ist sehr beliebt, da sich mit ihr besonders gut „Minilandschaften“ wie etwa Gebirgszüge mit einer Schlucht in der Mitte nachbauen lassen. Wichtig ist auch hier: Die Gasse in der Mitte nicht zu zentral und gerade ausrichten, lieber etwas krumm und schief gestalten, das wirkt natürlicher. Als Orientierung kann man sich hier prima an den goldenen Schnitt halten.

Hier ebenfalls ein Beispiel, dies ist ein älteres Layout von mir:

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Copyright: Aram Schneider

Und abschließend noch ein paar Erklärungen: Alle 3 Layout-Formen haben eine tolle Tiefenwirkung, da sich das Auge des Betrachters an einer oder mehreren Stellen durch Fluchtpunkte im Hintergrund verliert. Unser Blick wird also absichtlich dort hingelenkt und schweift dann in die Ferne ab. Deswegen ist es wichtig, diese Fluchtpunkte nicht durch Technik oder hohe Pflanzen zu blockieren (wie oben beim Dreieckslayout beschrieben) und dem Auge eine freie Sicht auf die Aquarienrückscheibe zu gewährleisten. Dieser Effekt lässt sich sogar noch verstärken, wenn man z.B. eine Milchglasfolie für die Aquarienrückwand benutzt und diese mit einer Hintergrundbeleuchtung ausstattet.

 
Für welches Layout man sich entscheidet ist vor allem Geschmackssache. Aber auch Faktoren wie verbaute Technik (z.B. fest installierte Filterrohre), der Standort des Beckens und die Laufrichtung der „Zuschauer“ vorbei an dem Aquarium (wichtig z.B. für Zoofachmärkte) sind dafür ausschlaggebend.
 
Aram– Gastbeitrag von Aram Schneider
                           Link zum Original-Artikel

 

 

 

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