Aqua Tour Deluxe

Die Aqua Tour Deluxe

Eigentlich war nur eine Woche Urlaub geplant, in der ich meinen Geburtstag etwas feiern wollte. Da aber bestellte Ware für sehr nette Kunden von mir angekommen waren und diese nach Dänemark wollten, ging meine Urlaubsplanung in eine etwas andere Richtung. Für die Übernachtung stellten Sie mir freundlicherweise ihr kleines Ferienhäuschen zur Verfügung. So plante ich dann eine schöne Route. Am 10.11.2015 brach ich dann aus NRW in Richtung Dänemark zu den Kunden auf, wo ich beruflich etwas zu erledigen hatte. Nach ungefähr neun Stunden fahrt lag die größte und erste Etappe hinter mir und nach einer Übernachtung und einem tollen Frühstück konnte ich nun von Helsingör aus meine geplanten Ziele ansteuern.

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Das Garnelenhaus

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Mein erstes Ziel das Garnelenhaus nähe Hamburg. Nach fünf Stunden kam ich dann endlich in Barsbüttel, Schleswig-Holstein in Logemanns Garnelenhaus an.  Sehr beeindruckend war der Galerie-Charakter, den man bekommt, kurz nachdem man das Geschäft betritt. Kaum drin, wurde ich auch schon von Sebastian Wolf begrüßt, der sich vor Ort um die Tiere kümmert. Ratet mal was meine erste Frage war? 😉 Genau, wo sind die Toiletten. Danach schlenderte ich erst mal durch das tolle Geschäft. Kennt ihr noch das Gefühl, wenn man als Kind in einem Süßigkeitengeschäft stand? Ähnlich ging es mir beim erkunden des Geschäftes.

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Mit dem Blick nach rechts schaute ich direkt auf ein großes Regal mit Fachliteratur, welches jedem Aquarianer das Herz höher schlagen lassen würde. Dahinter verbarg sich eine Vielzahl an Produkten rund um das Aquarium. Soils, Aquarien, Pumpen, usw. verschiedenster Hersteller. Auch die Aquarienanlage, die wohl dem Garnelenhaus seinen Namen gab, war zu sehen. Nicht die größte, aber eine sehr schöne Auswahl von den kleinen Tieren tummelte sich in den Aquarien.  Ein paar kleine Fische huschten ebenfalls durch das ein oder andere Aquarium, wobei das Augenmerk ganz klar bei den Garnelen lag.

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Für den Aquascaper in mir war die hintere linke Seite sehr spannend. Hier stieß ich auf eine große Auswahl an Hardscapes. Viele Steinarten und schöne Hölzer gab es. Was ich immer sehr spannend finde, ist der „Sandkasten“. Mit ihm kam man ein wenig am Hardscape herumwerkeln.

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Nach der kleinen Erkundungstour fing ich an, mich mit Sebastian angeregt über Fische zu unterhalten. Siehe da, da kannte jemand meine Parosphromenus. Kurz danach stieß auch Marcel dazu. Schnell kamen wir ins Gespräch und es wurde hier und da mal das ein oder andere Foto auf dem Handy gezeigt, welches darüber berichtete, was ich bis dato im Bereich Scaping verbrochen hatte. Alles im allem war es echt ein toller Besuch. Wer mal die Möglichkeit hat, sollte auf jeden Fall mal dort vorbei schauen. Und nein, natürlich ging ich nicht mit leeren Händen raus, denn irgendwas kann man ja immer gebrauchen.

Die European Aquascaping Gallery

Zwei Stunden Fahrt. Nächster Stop: Wildeshausen, Niedersachsen in der Nähe von Bremen. Hier schlug ich mein Nachtquartier auf. Freundlicherweise stelle mir eine Bekannte, die ich auf den Aqua-Expo Tagen dieses Jahr in Dortmund kennen lernen durfte, ihr Sofa zur Verfügung. Was bringt man als Geschenk mit? Genau, Blumen. Naja, es gab Wasserpflanzen in Form von Bucephalandren und die neueste Ausgabe der Breeders & Keepers 😉 . Mein persönliches Highlight war dann der Trip nach Berne in die European Aquascaping Gallery . Nicht ganz eine Stunde war vergangen und ich erreichte mein Ziel. Direkt neben der Weser liegt der kleine, idyllische Ort, durch den die Berne und die Ollen fließen. Von der Weser aus kragt ein schöner Altarm in das Landesinnere. Landschaftlich echt ein schöner Fleck.

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Parken konnte ich inmitten eines Dorfplatzes. Dort empfing mich schon Jörg Buhlmann, der mich mit in die gemütliche Gallery nahm. Als großer ADA-Fan prasselten die Eindrücke nur so auf mich ein. Sicherlich hatte ich die Cube Garden Aquarien, Tools, Soils etc. schon gesehen, aber alles geballt zu sehen war für mich der Hit. Dann gab es erst mal einen Kaffee, bevor ich mich über das Hardscape hermachte. Spannend war schon zu sehen, dass man hier fast nur sehr schöne Wurzelstücke und interessante Steine vorfand. Wie sich im Gespräch mit Jörg herausstellte, werden diese einzeln in Japan ausgesucht. Natürlich sind damit nicht die kleinen Stücke in den Mischpaketen gemeint, aber bei den etwas größeren Steinen und bei den Wurzeln merkte man schon einen gewissen Unterschied zu dem, was sonst oft im Handel angeboten wird. An diesem Tag haben es mir besonders die Kei Stones angetan, die erst nach einer gewissen Zeit ihre wahre Schönheit zeigen.

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Achja, die Steine, die auf dem Boden liegen, musste ich für unseren „Manten-Man“ fotografieren. Ich hatte noch ein sehr langes und spannendes Gespräch mit Jörg Buhlmann. Man merkte schon, wie sehr Jörg hinter der Philosophie von Takashi Amano steht, was ich als sehr inspirierend empfand. Ich hing nur so an seinen Worten, als er von diesem großen Mann erzählte. Ein weiteres spannendes Thema war, dass sich doch in anderen Ländern viele Aquascaper zusammenschließen und sich gegenseitig weiter voran bringen. Dies merkt man vor allem in den verschiedenen Aquascaping Contests. Hier teile ich den Wunsch von ihm doch mal, in den nächsten Jahren einen Deutschen in den vorderen Rängen zu sehen.

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Ein für mich geniales Aquarium stand vor Kopf in der Gallery. In diesem wurde ein tolles ADA Cube Garden 180-P mit Unzan Stones und Branch Wood eingerichtet. Hier schwammen ein paar sehr schöne junge Altum-Skalare herum. Einfach schöne Tiere. Apropos Unzan: der Unzan Stone hat eine geniale Kapillarwirkung. Selbst wenn der Stein aus dem Wasser ragt, ist er immer noch gut feucht. Für mich war das sehr interessant, da meine neustes Scapeprojekt am darauffolgenden Sonntag mit diesem Stein noch bevorstand. Kurz vor Schluss verriet mir Jörg Buhlmann noch, dass er ein Fan von Schokoguramis sei, was mich als Labyrinth-Fan natürlich aufhorchen lies. Mal sehen, ich hoffe meine halten sich ran, sodass ich dort mal einen NZ-Trupp vorbei bringen kann. Leider verging die Zeit viel zu schnell, aber ich hatte ja noch was auf der Liste stehen. Doch sicherlich war es nicht mein letzter Trip nach Berne.

Aquasabi

Als letztes Ziel stand nun Braunschweig im Südosten von Niedersachen auf meiner Liste. Schon lange wollte ich mal die Jungs von Aquasabi besuchen. Etwas mehr als zwei Stunden dauerte die Fahrt und ich kam an meinem Ziel an. Kaum war das Auto abgestellt, öffnete Tobis Coring mit einem Lächeln im Gesicht schon die Türe zu den heiligen Hallen. Ich selbst bin schon etwas länger Kunde dort, und so war es mir eine reisen Freude, alle mal wieder zu treffen. Wir begannen unsere Tour in einem kleinen Vorzimmer, in dem einige Scapes aufgestellt waren. Weiter ging es dann durch die Packstation, vorbei an der Pflanzenanlage, durch einen Teil des großen Lagers und in den neusten Lagerbereich ,wo ein Großteil des Wurzelhardscapes untergebracht war.

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Einfach Wahnsinn, welche Mühe sich die Jungs machten, als sie jede einzelne Wurzel für den Onlineshop fotografierten. Danach zeigte Tobias mir die Abfüllanlage für die Aqua-Rebell Produkte. Zurück in einem anderen Abschnitt des Lagers kam Marcel Dykierek mit einem leckeren Kaffee für mich dazu. Nun begann mal ein weiterer spannender Teil für mich. Für mein neuestes Projekt benötigte ich noch einige Teile. Somit kramte ich meine Liste heraus und schon hatte Tobias die gewünschten Teile als Auftrag fertig zu machen. Daraufhin ging es zurück ins Lager, um alles zusammen zu stellen.

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Ich lies es mir nicht nehmen, den Jungs, die im Hintergrund für mich werkelten und mitunter für die schnelle Lieferung beitrugen, auch mal „Hallo“ zu sagen. Das ein oder andere Gesicht kannte ich auch schon von der Messe in Hannover. Genial fand ich die Pflanzenanlage, die in Zukunft noch erweitert werden soll. Hier war ich auch wieder live dabei, als meine Pflanzenbestellung fein säuberlich eingetütet wurde.

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Dann war auch mein Paket langsam fertig und ich konnte es im Auto verstauen. Naja, die Zeit verging auch hier wieder wie im Flug und der verdiente Feierabend näherte sich. Draußen wurde es schon dunkel und ich hatte noch ein Stück zu fahren. Nachdem ich mich von allen verabschiedet hatte, ging es dann mit einem fetten Grinsen und lauter toller Eindrücke zurück Richtung Heimat.

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Einen kleinen Zwischenstopp legte ich nach zwei Stunden noch in Hamm (NRW) ein. Hier sagte ich noch einem Freund, den ich auch über das Hobby kennenlernte „Hallo“ und zeigte ihm stolz meine Beute, die sich im Laufe der Tour angesammelt hatte. Ein wenig gestärkt aber langsam etwas müde kam ich dann knappe zwei Stunden später zu Haus an. Ein letztes Mal aufraffen und aktivieren meiner Reserven war angesagt, als ich den Koffer und das Paket in meine Wohnung hoch trug. Dann hielt mich nichts mehr davon ab, in meinen Bett einzuschlafen. Was für eine gelungene Tour 😉 .

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